Hans-Josef Aengenendt
CDU Gemeinderverband Wachtendonk Wankum

Barbara Druyen ist glücklich, und die Kinder sind es auch. „Die finden es hier total toll“, sagt die Leiterin des Offenen Ganztags an der Michael-Schule Wachtendonk und deutet auf die hellen Räume. Vor rund einem Monat haben die Jungen und Mädchen den neuen Anbau in Beschlag genommen, der für die Nachmittagsbetreuung ganz neue Möglichkeiten eröffnet. „Wir haben den Rahmen geschaffen, um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden“, sagt Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

Denn es konnten nicht immer alle Anmeldungen für die Betreuungsangebote Verlässlicher Halbtag (VHT) und Offener Ganztag (OGS) berücksichtigt werden. Laut Barbara Druyen steigt die Nachfrage kontinuierlich (VHT) oder ist konstant auf hohem Niveau (OGS). „Es bestand als Handlungsbedarf für eine Erweiterung“, so Bürgermeister Aengenendt. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Schroers aus Kerken habe man eine „hervorragende Lösung“ gefunden.

Vom Spatenstich im Oktober 2018 bis zum Februar 2020 dauerten die Arbeiten am Anbau. Die Gesamtfläche wuchs von einst 176 auf jetzt gut 417 Quadratmeter. Im alten OGS-Bereich sind jetzt Küche, der Essraum und ein Mehrzweckraum untergebracht. Im Erweiterungstrakt befinden sich auf zwei Etagen vier Gruppenräume sowie der Flur. Im Obergeschoss kann dank einer Faltwand aus den zwei Räumen ein großer gemacht werden. Die Arbeiten im Außenbereich mit Spielplatz sind noch nicht ganz fertig.

Mit 550.000 Euro hat die Gemeinde für den Erweiterungsbau kalkuliert. „Damit werden wir auch auskommen“, erklärt Doris Hödtke-Delbeck von der Verwaltung. Eine Wärmepumpenheizung helfe beim Energiesparen. Akustikdecken und LED-Leuchten gehören zur Innenausstattung. Eine Rampe für ein Kind im Rollstuhl, das im Sommer eingeschult wird, gibt es bereits. Jetzt müsse noch geprüft werden, ob ein Treppenlift technisch möglich ist, der dem Kind hilft, die Stufen zum Spielplatz zu überwinden.

Vor der Erweiterung konnten maximal 56 OGS- und 30 VHT-Kinder betreut werden. Wie es mit der Kapazität jetzt aussieht, muss sich noch herausstellen, aber „wir werden die Zahlen steigern können“, ist sich Barbara Druyen sicher. Die Nachfrage wird anhalten, denn nach ihrer Einschätzung sieht es im Sommer nach einem großen ersten Schuljahr aus mit entsprechendem Bedarf nach Betreuung auch nach dem Unterricht. Die OGS-Leiterin ist optimistisch, in diesem Sommer alle aufnehmen zu können. Im vergangenen Jahr kam man um Absagen herum, aber nur, „weil wir zusammengerückt sind“.

„Besser zehn Quadratmeter mehr als spitz auf Knopf“, umreißt Bürgermeister Aengenendt den Kurs, einen gewissen Flächenpuffer zu schaffen. Er weist darauf hin, dass die neuen Baugebiete auch mehr Einwohner nach Wachtendonk ziehen. Auch in dieser Hinsicht habe man mit dem neuen Anbau vorgesorgt. Aus fünf Frauen und einem Mann, allesamt Teilzeitkräfte, besteht das OGS-Team an der Michael-Schule. Unterstützt wird es durch einen Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi). Die Personalausstattung entspreche den Richtlinien, betont Barbara Druyen.

Und noch in einem anderen Punkt zeigt sich die Zukunftsfähigkeit des Anbaus. „In jedem Raum gibt es WLAN“, berichtet Doris Hödtke-Delbeck. Sollte irgendwann einmal zusätzlicher Klassenraum benötigt werden, wären hierfür alle technischen Voraussetzungen geschaffen.

Q: Klatt, RP