Hans-Josef Aengenendt
CDU Gemeinderverband Wachtendonk Wankum

   Foto: Gemeinde

Im Bad (v.l.): Marco Volpe (Geschäftsführer SV Naturbad Wachtendonk), Doris Hödtke-Delbeck (Gemeinde Wachtendonk), Horst Thrams (Architekt), Landtagsabgeordnete Margret Voßeler-Deppe und Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

Die Freibadsaison in Wachtendonk fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen wird die Anlage an der Wankumer Straße von Grund auf saniert. Die Gesamtkosten von rund 826.000 Euro werden zu 90 Prozent vom Land übernommen.

VON MICHAEL KLATT

WACHTENDONK | Die Pläne sind fertig. Jetzt ist auch das Geld da. Der Antrag der Gemeinde Wachtendonk auf finanzielle Förderung des Projekts „Sanierung des Naturfreibades“ ist vom zuständigen Landesministerium bewilligt worden. Durch die Fördersumme von rund 743.000 Euro wird das Projekt zu 90 Prozent unterstützt und der Gemeindehaushalt dadurch deutlich entlastet.

 

Nach einem ersten Gutachten hatte der Wachtendonker Rat die Sanierungsarbeiten zur Verbesserung der Situation des Freibadgebäudes sowie des gesamten Geländes und des Schwimmbereiches im Oktober 2019 beschlossen. 184.000 Euro wurden zunächst für die Freibadsanierung in den Haushalt 2020 eingestellt. Gleichzeitig wurden aus dem Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier 2020“ 165.600 Euro als Fördermittel eingeplant. Das ergab für die Gemeinde einen Eigenanteil von 18.400 Euro. Aufgrund der Förderrichtlinien forderten die Bezirksregierung sowie die Landesregierung als zuständige Förderstelle jedoch die Gemeinde im Antragsverfahren auf, eine zwingend notwendige Kostenberechnung mit Förderschwerpunkten nach DIN 276 vorzunehmen. Zur Vorlage einer geeigneten Kostenberechnung musste zudem ein Architekturbüro eingeschaltet werden.

 

Die nunmehr ermittelten Sanierungskosten betragen 826.039 Euro. Aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier 2020“ wurden 743.435 Euro in den Haushalt eingeplant. Der Eigenanteil beläuft sich auf 82.604 Euro. Der Gemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung diese Summen einstimmig und hob den Beschluss mit den alten Zahlen auf.

 

Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt freut sich sehr über die Bewilligung des Antrags durch das Land. Mit dem Eingang des Förderbescheides wird in Kürze gerechnet. Die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Voßeler-Deppe hatte sich ebenfalls für die Unterstützung dieses Projektes eingesetzt. Die Baumaßnahme wird begleitet durch die Architekturwerkstatt Horst Thrams.

 

Das Naturfreibad Wachtendonk liegt an der Wankumer Straße und ist bekannt für seine ausgezeichnete Wasserqualität. Betreiber des Naturbades ist der Schwimmverein Naturbad Wachtendonk unter der Leitung von Ralf Diefenthal. Um die Fördermittel fristgerecht einsetzen zu können, hat der Vorstand des ­Schwimmbadvereins in ­Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung entschieden, das Freibad in dieser Saison nicht zu öffnen. So können die umfangreichen Sanierungsarbeiten in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

 

Das sind die vom Finanzvolumen her bedeutendsten Sanierungsmaßnahmen: Für die Betonstützwände im Becken werden knapp 106.000 Euro aufgewendet. Die Dachdeckerarbeiten kosten rund 102.000 Euro. Für die Fenster im Umkleidegebäude sind rund 82.000 Euro veranschlagt. Und für sanitäre Anlagen werden gut 61.000 Euro ausgegeben.

 

Bürgermeister Aengenendt ist überzeugt, dass mit der umfangreichen Sanierung des Freibades ein großer und wichtiger Schritt zur weiteren Integration und Barrierefreiheit in der Gemeinde gemacht wird. Mit der hohen finanziellen Unterstützung durch das Förderprogramm des Landes sei auch eine weitere Attraktivitätssteigerung in Bezug auf die Verbesserung des Angebotes für Sport, Freizeit und Familie in Ortsnähe verbunden.

 

INFO

Der Fördertopf des Landesministeriums

Wer Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung stellt die Fördersumme bereit.

 

Wieviel Durch das Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen konnten beziehungsweise können im Jahr 2019 und im Jahr 2020 insgesamt 42,6 Millionen Euro in 19 Städten und Gemeinden zum Erhalt beziehungsweise zum Aus- und Umbau von Schwimm-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden.