Hans-Josef Aengenendt
CDU Gemeinderverband Wachtendonk Wankum
Keine Angst vor der Altbau-Sanierung

Wer durch Wachtendonks Gassen läuft, muss sich einfach in den Ort mit seinen denkmalgeschützten Häusern verlieben. Und dort könnte man auch wunderbar wohnen. Beim Unternehmerabend der Kreis-Wirtschaftsförderungsgesellschaft zum Thema „Wohnungsbau, Bedarfe, Flächen, Programme“ zeigte sich, dass der historische Ortskern mit gut 50 Baulücken und Häusern, die eine Sanierung vertragen könnte, noch viel Potenzial hat. Dass der Altbau eine echte Alternative zum Neubau ist, machte die von Kreiswirtschaftsförderer Hermann-Josef Kuypers moderierte Expertenrunde am Dienstagabend im Bürgerhaus Altes Kloster schnell deutlich.

 

 Foto:Evers

So war es Lars Schroers eine Herzenssache, eine Lanze für den Altbau zu brechen. Der Architekt aus Nieukerk hat sich aber auch in Wachtendonk, wo schon ein Vater sehr aktiv war, stets zuhause gefühlt – „Meine zweite Heimat“, sagte er. Man solle keine Angst vor der Altbausanierung haben. Es gebe wunderschöne Lösungen. Das konnte Andreas Camps von der Schreinerei Camps GmbH nur bestätigen. Er hat sich getraut und ein eindrucksvolles Objekt im Ortskern geschaffen. Der Altbau ist heute sogar ein Niedrigenergiehaus mit Erdwärmeversorgung, seine Erfahrungen mit Bauaufsicht und Denkmalschutz sind durchaus positiv. Man müsse sich nur die Zeit nehmen, die Themen im Voraus durchzusprechen. Auch Dachdecker Ulrich Schütten bestätigte aus der Praxis, dass heute vieles – auch für Aufstockungen oder den Dachbodenausbau – realisierbar sei.

Und auch in Sachen Finanzierung und für Investoren in Sachen Abschreibung bietet der Altbau interessante Möglichkeiten, zeigte sich in der Gesprächsrunde der Banker. Stephan Kunz von der NRW-Bank, Ulrich Platen und Rainer Pütz von der Sparkasse Krefeld und Michael Janßen von der Volksbank an der Niers gaben praxistaugliche Tipps für Bauherrn. Und dass der Bedarf besonders in Wachtendonk da ist, daran ließen sie keinen Zweifel aufkommen. Michael Janßen berichtete von vielen Wachtendonker Kunden, die am Ende in andere Orten bauen mussten, weil sie in der Heimat nicht das geeignete Grundstück oder Haus fanden.